Nach deiner Beschreibung von
Exploding Head Syndrome klingt es tatsächlich nach einer typischen EHS-Symptomatik, die vor allem in der Einschlaf- oder Aufwachphase auftritt.
Der erste Schritt ist, harmlose Trigger zu reduzieren: konsequente Schlafhygiene, fixe Bettzeiten, gedimmtes Licht, keine Koffein-/Nikotinreize ab spätem Nachmittag und 60 Minuten Bildschirmpause vor dem Zubettgehen.
Ergänzend helfen vielen Betroffenen kurze Atemübungen (z. B. 4-7-

oder progressive Muskelentspannung, um die physiologische Alarmreaktion nach einem „Knall“ rascher zu normalisieren.
Führe parallel ein zwei- bis vierwöchiges Schlaf-Tagebuch mit Uhrzeiten, Intensität, Stresslevel, Koffein und Bildschirmzeit, damit du Muster erkennst.
Wenn die Episoden häufig sind, stören oder neu auftreten, ist eine ärztliche Abklärung sinnvoll: Hausarzt/Neurologie plus gegebenenfalls Schlafmedizin mit Polysomnographie, um Differenzialdiagnosen wie nächtliche Kopfschmerzformen, Nocturnal Seizures oder Apnoe auszuschließen.
Medikamente (z. B. bestimmte Antidepressiva, Kalziumkanal-Blocker oder Antiepileptika) kommen nur bei erheblichem Leidensdruck in Betracht und immer individuell ärztlich abgewogen.
Eine gute, laienverständliche Übersicht mit Ursachen, Symptomen, möglichen Zusammenhängen zu Schlaflähmung sowie Hinweisen zu Therapieansätzen findest du hier: https://europaem.eu/de/exploding-head-syndrome/.
Dort wird unter anderem erläutert, dass die Geräusche als sehr kurze akustische Halluzinationen auftreten können und dass Aufklärung der Betroffenen ein zentraler Teil der Behandlung ist.
Solche Ressourcen helfen, die Angstspirale zu durchbrechen und Gespräche mit Ärztinnen/Ärzten gezielter zu führen.
Praktisch im Alltag: Lege dir eine „Wenn-es-passiert“-Routine zurecht (ruhig hinsetzen, 10 tiefe Atemzüge, kurze Notiz ins Tagebuch), informiere Schlafpartner und reduziere nächtliche Reizüberflutung im Schlafzimmer.
Und ganz wichtig: Auch wenn EHS dramatisch klingt, ist es in der Regel ungefährlich – je besser du den Mechanismus verstehst und Trigger reduzierst, desto seltener und weniger angstauslösend werden die Episoden.